Überflüssiges für Fortgeschrittene

Überflüssiges für Fortgeschrittene

#4: Überflüssiges für Fortgeschrittene mit Philipp Weber

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Der Gast der Woche: Geboren 1974 in Miltenberg lebt Philipp Weber heute wahlweise in Tübingen oder Frankfurt am Main. Seit 2004 ist er hauptberuflicher Kabarettist und Autor und gehört zu den letzten Universalgelehrten des deutschen Kabaretts. Denn er ist nicht nur examinierter Biologe und Chemiker, sondern hat auch das Studium der Germanistik, Geschichte, Psychologie, Medizin, Pädagogik und Bioethik erfolgreich abgebrochen. Zu sehen ist er mit seinen fürchterlich schlauen und witzigen Kabarettprogrammen überall da, wo großes Kabarett stattfindet - unter anderem auch im Stalburg Theater. Dafür wird er - zurecht - mit Preisen dekoriert: Dem Passauer Scharfrichterbeil, dem Salzburger Stier, dem Bayerischen und dem Deutscher Kabarettpreis sowie dem Deutschen Kleinkunstpreis und zahlreichen weiteren.
https://www.weberphilipp.de/

Der Sponsor der Woche:
Zahnarztpraxis
Dr. med. dent. Marcus Moghadam und Kollegen Frankfurt am Main
https://www.zahn-ffm.de/

Das Rezept der Woche: Kartoffelsalat

Für 2 Personen

1 Pfund Kartoffeln
Senf
Gutes Olivenöl
Sehr trockener Weißwein
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Schnittlauch

Ein Hinweis vorab:
Auch wenn man es normalerweise nicht so genau nimmt, sollte man in diesem Fall auf die Auswahl der folgenden Produkte genau achten. Das ist wichtig, damit der zarte Eigengeschmack der Kartoffeln nicht überdeckt wird. Das macht sonst das ganze Gericht kaputt.

• Die Kartoffeln sollten extrem festkochend sein, zum Beispiel La Ratte, Bamberger Hörnchen oder auch Drillinge (das sind besonders kleine Exemplare festkochender Sorten wie Sieglinde, die noch nicht viel Stärke entwickelt haben).

• Der Senf sollte scharf sein, aber nicht zu aggressiv, also keinen Düsseldorfer Löwensenf, sondern etwa Dijon-Senf.

• Das Olivenöl sollte nicht zu kräftig sein, also z.B. kein grünliches aus Kreta, sondern gelbliches aus Ligurien.

• Der Wein sollte jung sein, säurebetont und frei von Holztönen. Also z.B. Riesling, Vinho Verde, Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc oder Soave.

Das Rezept: Man schäle die Kartoffeln, schneide sie in dicke Scheiben und wässere sie ca. 1 Stunde. Dabei mehrfach das Wasser wechseln, sodass möglichst viel Stärke ausgewaschen wird. Dann das Wasser wegschütten und die Kartoffeln mit neuem, gut gesalzenem Wasser kochen. Währenddessen aus einem halben Teelöffel Senf, ca. 5 Esslöffeln Olivenöl und einem guten Schuss Weißwein mit dem Schneebesen eine Vinaigrette anrühren. Es sollte eine Emulsion entstehen, ähnlich einer dünnen Mayonnaise.

Sind die Kartoffeln bissfest gar, das Wasser abschütten und die Kartoffeln abkühlen lassen bis sie handwarm sind. In die Vinaigrette Pfeffer mahlen und etwas Muskat reiben, umrühren und sie behutsam unter die Kartoffeln heben. Nicht stark umrühren, die Kartoffeln dürfen nicht auseinanderfallen. Fünf Minuten ziehen lassen, noch einen kleinen Würzschluck Olivenöl und Schnittlauchröllchen hinzugeben, noch einmal leicht vermischen – und fertig.

Kartoffelsalat dieser Art wird häufig in Pariser Bistros angeboten, dazu wird eine feine Kalbsbratwurst serviert oder auch eine Andouille, eine Innereienwurst. Er wird aber auch oft nur mit frischem Baguette gegessen (sollte halt tatsächlich frisch sein).


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